Grüne Oase gesucht? - so kommen Stadtbewohner zur eigenen Garten-Idylle

Der kommende Sommer wird uns vielleicht wieder nicht in die große weite Welt ausschwärmen lassen... Das dämmert uns allen mehr und mehr, aber nicht jeder hat das Glück seinen Sommer auf Balkonien verbringen zu können, einfach weil der Vermieter nicht daran gedacht hat einen Balkon an die Wohnung anzubauen...
Was uns bisher nie gestört hat, weil unser Leben draußen spielte, das fehlt uns derzeit mehr und mehr! Etwas Grün, etwas Sonne mit Aussicht - man wird bescheiden in diesen Tagen...
Doch auch Städtern soll geholfen werden, denn es gibt einige Möglichkeiten sich eine kleine grüne Oase zu organisieren...

Schrebergarten, Urban Gardening oder Gartenland-Idylle - 
so kommt ihr zum eigenen grünen Paradies
City-Bewohner haben es in Sachen eigener Garten doch etwas schwerer.... Aber nicht verzagen - auch für Stadttomaten gibt es mehrere Möglichkeiten die Füße in eigenes Gras zu stecken oder eigenhändig gezogenes Gemüse zu ernten... Schauen wir uns um:

Schrebergarten
Das Come Back des Jahres, ach was, des Jahrzehnts! Gestern noch total uncool und heute heiß begehrt! Wer in der Mietwohnung vier Wochen im Lock Down festsaß, der sehnt sich nach etwas Auslauf im Grünen und kommt irgendwie zwangsläufig auf den Schrebergarten, der uns jetzt schon fast als kleines (Urlaubs)Paradies erscheint.
Foto: andreas_1605178, via Pixabay
Doch wie kommt man da dran? Schrebergärten kann man nur pachten, nicht mieten, das als erstes. Der Unterschied liegt in der Art der Nutzung und was erlaubt und was verboten ist, aber das ist sowieso nicht verhandelbar, denn diese Gärten unterliegen Regeln und Satzungen an die sich alle halten müssen.  So darf man im Schrebergarten beispielsweise Obst und Gemüse nur für den eigenen Bedarf anbauen, die Ernte jedoch nicht verkaufen.

Am einfachsten sucht man den Kontakt zum örtlichen Kleingarten-Verein und erkundigt sich ob es freie Gärten gibt, oder man stöbert durch diverse Kleinanzeige-Portale (dort werden immer wieder Parzellen angeboten). Dem Kleingarten-Verein muß man dann beitreten, deren Satzung unterschreiben und kann dann einen Garten pachten. Die Kosten für die Pacht variieren je nach Stadt und der Größe des Gartens. Weitere Kosten können mitunter für Ablöse an den Vorbesitzer anfallen,  zum Beispiel für eine Laube die auf dem Grundstück steht oder bereits vorhandener Bepflanzung.

Zu Bedenken gibt es hier noch, das man nicht nur die Kosten für den Schrebergarten im Auge haben sollte, sondern auch bedenkt das man einen gewissen zeitlichen Aufwand hat um den Garten zu bewirtschaften und in Schuß zu halten, denn das wird i.d.R. in Kleingartenvereinen erwartet und steht auch in der Satzung. Weiterhin ist es nicht erlaubt nur Rasen anzusähen und den Garten ausschließlich als Freizeit-Refugium zu nutzen.
Wem das zu reglementiert ist, der sollte sich nach einer anderen Form des Gardenings umschauen.


Urban Gardening
Die coole Version das Gärtnerns ist ja schon seit einigen Jahren in aller Munde. Im Bonner Raum gibt es einige Anbieter die Teile ihrer Anbauflächen vermieten und den Neu-Farmern auch mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hier existieren weniger Regeln was die Nutzung betrifft, allerdings dienen diese Flächen vorrangig dem Anbau von Gemüse und Feldbrüchten und ist eher nicht geeignet als grünes Urlaubs- und Freizeit-Paradies. Denn Rasenflächen auf denen die Kinder spielen können gibt es hier einfach nicht.
Bei meine-ernte.de kann man aktuell sogar noch einsteigen, allerdings nur noch in Bonn/Bornheim, in Buschdorf ist alles ausgebucht..

Ein echtes City-Gardening-Erlebnis bietet Stadtfruechtchen.de an. Hier kann man sich eine Fläche innerhalb der Stadt aussuchen - von Citylage bis in die Randbezirke sind verschiedene Flächen von der Stadt Bonn ausgewiesen - und diese dann selbst oder in Gemeinschaft bewirtschaften. Wie groß diese Bewirtschaftung ausfällt, hängt von der Fläche und natürlich vom Gärtner ab. 


Garten vom Besitzer mieten
Das ist eindeutig die individuellste Lösung. Kein Verein, keine Satzung, Nutzung nach individueller Vereinbarung mit dem Eigentümer. Klingt total perfekt!
Ist es auch....aaaaber: Man muß erst mal einen finden.
Auf den Dörfern ist das eindeutig einfacher als in der Stadt. Das schon mal vorweg. Da hilft also nur der Anzeigenteil  kleinerer Lokalblätter weiter, ODER eine Rundfahrt über die Dörfer. 
Oft liegt der Garten dann natürlich nicht mehr im Einzugsbereich der S-Bahn, aber dafür richtig im Grünen, so wie echter Urlaub auf dem Bauernhof!

Der Sommer 2020 hält für uns definitiv einige ganz neue Urlaubsziele bereit! Und diese liegen sogar viel näher als gewohnt, sind langfristig nutzbar und auch in Corona-Zeiten immer für uns erreichbar! Das klingt doch einfach perfekt 😍 Und besser als Sommer vorm Balkon ist das allemal! Besonders wenn der Vermieter vergessen hat einen Balkon an unsere Wohnung anzubauen...